Fasten und trainieren im Fitnessstudio

Die Eiweiß-Shakes und Power-Riegel stehen bereit, der Abnehmkurs ist vorbereitet, doch plötzlich ist Fastenzeit. Dann verhalten sich auch viele Kunden im Fitnessstudio ganz anders als sonst – wenn Sie überhaupt noch kommen. Die Einheit von Körper, Geist und Seele wird vielen Menschen immer wichtiger. Deshalb sollten auch Studios und Trainer wissen, wie sie mit Fastenzeit, Ramadan und Co. am besten umgehen.

5 Tipps, wie Studios ihre Mitglieder unterstützen können

Fastenzeit, Passionszeit oder Ramadan – es gibt unterschiedliche Zeiten zu fasten. Diese Tage sollten sich in den Angeboten Ihres Sportstudios widerspiegeln. Das gilt auch, wenn Sie (noch) nicht wissen, wie viele Ihrer Mitglieder fasten.

  1. Ihre fastenden Mitglieder verstehen

Fasten ist ein Thema, welches die meisten Menschen mit sich selbst ausmachen. Wie können Sie unaufdringlich erfahren, wer von Ihren Kunden fastet und warum? Am einfachsten geht das mit kostenlosen Informationen, die Sie auf Ihrer Website oder im Studio auswerten können. Wie oft wurde Ihre Seite über Buchinger-Fasten angeklickt? Wer hat sich über den neuesten Newsletter zum Ernährungskurs angemeldet? Wie viele Flyer über Training im Ramadan wurden mitgenommen?

Über diesen ersten, unverbindlichen Schritt können Sie mit Ihren Kunden ins Gespräch kommen und mehr darüber herausfinden, warum und wie sie fasten.

  1. Fasten und Bewegung passen gut zusammen

Krafttraining und Fitnesstraining verbrauchen Energie. Der Körper muss sich diese Energie aus den Reserven holen, wenn sie nicht mehr von außen zugeführt wird. Bei gesunden Menschen sind diese Reserven vorhanden, und wer nicht unverhältnismäßig fastet oder sich überanstrengt, kann mit angepasster Intensität weitertrainieren.

Er sollte es sogar tun, denn einer der Energiespeicher des Körpers sind bekanntermaßen die Muskeln. Sie werden abgebaut, wenn Bewegung und Nährstoffe von außen fehlen. Gehen Sie davon aus, dass vielen Kunden dieser Zusammenhang noch nicht bekannt ist.

Bewährte Fastenprogramme wie das Buchinger-Fasten verbinden die Ernährungsumstellung mit Bewegung, Entspannung und weiteren Behandlungen wie zum Beispiel Massagen, Sauna oder Hautpflege.

Hier können vor allem große Studios mit ihren umfangreichen Möglichkeiten ansetzen. Mit einem ansprechenden Fasten-Angebot nutzt vielleicht der ein oder andere Kraftsportler öfter den Wellnessbereich oder Mitglieder gönnen sich nach dem Zirkeltraining eine wohltuende Massage.

  1. Helfen Sie Ihren Mitgliedern richtig zu fasten

Als Studioinhaber oder als Personal Trainer sind Sie auch Ansprechpartner oder -partnerin für Gesundheitsthemen, die über Muskeln, Bänder und Gelenke hinausgehen. Sie müssen keine ärztliche Beratung ersetzen, doch einen Überblick über verschiedene Fastenkonzepte sollten Sie haben: Wie sieht ein optimaler Ernährungsplan aus, um tagsüber den Totalverzicht auf Nahrung im Ramadan zu überstehen? Welche Auswirkungen hat intermittierendes Fasten? Gibt es einen Unterschied zwischen Heilfasten und anderen Arten zu fasten?

  1. Helfen Sie Ihren Mitgliedern richtig zu trainieren

Schneller, höher, weiter – das wäre in der Fastenzeit die falsche Taktik. Schnellkraftübungen, Maximalkraft und grenzwertiges Ausdauertraining machen dem Kreislauf zu schaffen. Wenn möglich, sollten Sie die individuellen Voreinstellungen Ihrer Kunden an den Geräten drosseln, weniger Wiederholungen empfehlen und die dadurch frei werdende Zeit zum Dehnen – das generell oft vernachlässigt wird – oder für Informationen zu Ernährung und Gesundheit nutzen.

  1. Machen Sie es Ihren Mitgliedern leichter durchzuhalten

Richtig platziert, werden Powersnacks, Protein-Nahrung und Smoothies von Kunden gern angenommen. Daran sollten Sie auch in der Fastenzeit nichts ändern, denn der Versuchung zu widerstehen ist ein wichtiger Bestandteil des Fastens. Sonderaktionen mit auffälligem Marketing können die Willenskraft Ihrer Kunden jedoch etwas überstrapazieren. Solche Aktionen sind nach der Fastenzeit besser angebracht.